26 - Kirche des heiligen Dominikus

Klosterkirche – Spätes 13. Jahrhundert

Transkript des Audioguides

Der Bau der Kirche des heiligen Dominikus erstreckte sich über mehrere Jahrhunderte. Die Arbeiten begannen 1258, als Bischof Pancrazio – selbst ein Dominikaner – beschloss, ein Kloster in Bitonto zu gründen. Selbst 1374 war die Kirche noch nicht fertiggestellt, und es dauerte bis 1388, bis der Hochaltar endlich vollendet war.

Im Laufe der Zeit unterzog sich das Gebäude zahlreichen Umbauten. 1809 wurde die Kirche der Bruderschaft des Heiligen Rosenkranzes anvertraut, während das Kloster für öffentliche Zwecke umgenutzt und zum Rathaus der Stadt wurde. Trotz aller Veränderungen bewahrt der untere Teil der Fassade noch immer Spuren der ursprünglichen Struktur. Das romanische Eingangsportal, schlicht und imposant, wird von den Wappen von Karl III. von Durazzo und Königin Johanna I. gekrönt. Ein kleineres Wappen in der Nähe – mit drei Fischen – könnte zur Familie des Franziskaners gehören, der das Kloster gründete. Die Fenster im oberen Bereich der Fassade stammen aus einer Innenrenovierung im 17. Jahrhundert, während das Stadtwappen von Bitonto stolz an der Spitze zu sehen ist.

Im Barockzeitalter wurde die Kirche mit reich verzierten Stuckarbeiten und dekorativen Elementen bereichert, wie dem Pult, den hölzernen Chorstühlen und der Orgelgalerie, die 1720 erbaut und mit Blumenmotiven verziert wurde. Das heutige Kirchenschiff ist in drei große quadratische Buchten unterteilt, die jeweils von kunstvoll verzierten Kuppeln bedeckt sind. Beim Betreten findet man auf der linken Seite das beeindruckende Grabdenkmal von Petruccio Bove, das 1485 errichtet wurde. Das Bild des heiligen Petrus Märtyrer, das in das Gesims eingemeißelt ist, stammt von dem lokalen Künstler Nuzzo Barba.

Die Kirche beherbergt zudem mehrere Altäre und wertvolle Gemälde, darunter eine prächtige Madonna des Rosenkranzes die im 18. Jahrhundert von Paolo de Maio gemalt wurde.

Die Holzfiguren, die in der Karfreitagsprozession verwendet werden, sind in den seitlichen Sakristeien aufbewahrt und stammen aus dem frühen 17. Jahrhundert. Sie sind ein zentraler Bestandteil einer der bewegendsten religiösen Traditionen von Bitonto.

Besonders beeindruckend ist die Kapelle des Wunders von Soriano, deren reiche barocke Ornamentik und feine Stuckarbeiten eine majestätische und eindrucksvolle Atmosphäre schaffen.

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