20 - Bove-Palast

Im 17. Jahrhundert restauriert, basierend auf mittelalterlichen Strukturen

Transkript des Audioguides

Der Bove-Palast wurde zwischen 1683 und 1695 neu aufgebaut und erweitert. Dabei wurde ein bereits bestehendes Bauwerk aus dem 14. Jahrhundert in die neue Struktur integriert. Die heutige Fassade entstand im Zuge umfangreicher Umbauten zur Verbreiterung der Via Mercanti – ein städtebauliches Projekt, das von Scipione Bovio maßgeblich unterstützt wurde. Er finanzierte den Abriss der ursprünglichen Palastfront und stellte das benötigte Grundstück der Stadtverwaltung zur Verfügung.

Das fein gearbeitete Eingangsportal, heute leicht aus der Mittelachse versetzt, sticht durch seine meisterhafte Ausführung hervor. Die Steine sind in einem strahlenförmigen Muster angeordnet, flankiert von Halbsäulen, die ein reich verziertes Gebälk tragen. Das Fries zeigt geschwungene Akanthus-Ranken, durchzogen von grotesken Masken, während die ionischen Kapitelle mit eleganten Girlanden geschmückt sind. Zwei äußere Voluten krönen das Portal und lenken den Blick auf eine zarte Zweibogen-Loggia in der Fassade.

Diese obere Galerie ist durch einen überdachten Übergang mit einem Garten auf der Rückseite des Gebäudes verbunden. Die Eingangshalle – großzügig und lichtdurchflutet – ist mit einem flachen Tonnengewölbe überdacht. Rechts führt eine repräsentative Steintreppe mit fein gemeißeltem Geländer zum erhöhten Durchgang.

Durchquert man die Halle, gelangt man in einen malerischen Innenhof mit Arkaden, der im Erdgeschoss weitgehend im Originalzustand erhalten ist. Zwei breite Seitenbögen und ein kleinerer Mittelbogen gliedern den Raum. In der Nische des Mittelbogens befindet sich ein Zierbrunnen.

Ein hängender Garten mit Zitrusbäumen und aromatischen Pflanzen im oberen Bereich verleiht dem Wohnsitz natürliche Eleganz. Zwischen den Bögen sind zwei gemeißelte Medaillons eingelassen, die die Profile eines Mannes und einer Frau zeigen – wahrscheinlich Scipione Bove und Virgilia Sylos, die 1687 hier heirateten und zu den bedeutendsten Bewohnern des Palastes zählten.

Eine Inschrift an der Nordwand nennt den Architekten und Bauleiter: Valentino de Valentino. Als Begründer einer großen Familie neapolitanischer Baumeister, Steinmetze und Architekten prägte Valentino nachhaltig die barocke Architektur von Bitonto. Mit seinen Werken von außergewöhnlicher Schönheit und Raffinesse trug er wesentlich zur Gestaltung des Stadtbilds bei.

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1 - Palast Gentile

2 - Kirche des heiligen Franziskus von Paola

3 - Palast De Marinis

4 - Palast Ventafridda

5 - Kapelle des heiligen Matthäus

6 - Palast Pannone–Ferrara

7 - Tommaso-Traetta-Theater

8 - Anjou-Turm

9 - Palast De Ferraris–Regna

10 - Kirche des heiligen Gaetano

11 - Palast Sylos–Calò

12 - Nationale Galerie Girolamo und Rosaria Devanna

13 - Kirche der Seelen im Fegefeuer

14 - Palast Scaraggi–Labini

15 - Palast Santorelli

16 - Kirche des heiligen Franz von Assisi

17 - Kloster und Kreuzgang des heiligen Franz von Assisi

18 - Diözesanmuseum und Hängende Gärten

19 - Bove-Kapelle – Heilige Maria der Barmherzigkeit

20 - Bove-Palast

21 - Kapelle der heiligen Anna und Versammlungssaal der Adligen

22 - Rogadeo-Palast

23 - Planelli–Sylos Palast

24 - Vulpano–Sylos-Palast

25 - Bove–Planelli–Tèrmite-Palast

26 - Kirche des heiligen Dominikus

27 - Kapelle der Geheimnisse

28 - Gentile–Labini–Sylos-Palast

29 - Kirche der heiligen Teresa

30 - Klassisches Gymnasium Carmine Sylos

31 - Alte Kirche des heiligen Leucius

32 - Franco–Spinelli–Regna-Palast

33 - Giannone–Alitti-Palast

34 - Kathedrale der Aufnahme Mariens

35 - Krypta der Kathedrale

36 - Frühchristliche Unterstruktur der Kathedrale

37 - Kirche des Heiligen Nikolaus vom Hospital

38 - De Lerma Palast

39 - Kirche des Heiligen Silvester

40 - Kloster der Heiligen Maria der Jungfrauen

41 - Barone – Gentile – Sisto Palast

42 - Albuquerque Palast

43 - Kirche des heiligen Valentin

44 - Kirche der Heiligen Katharina von Alexandrien

45 - Francesco Spinelli Schule für Zeichnen

46 - Cioffrese Palast

47 - Kapelle der De Ìlderis-Familie und Agèra-Galerie

48 - Museum der Schlacht

49 - Kirche und Kreuzgang des Heiligen Petrus des Neuen

50 - Sylos–Sersale Palast

51 - Kirche des Heiligen Georgs

52 - „Spazi della Memoria“ Museum

53 - Kirche der Verkündigung

54 - „De Palo – Ungaro“ Archäologisches Museum

55 - Nicola Fornelli Schulgebäude

56 - Kirche des Heiligen Vitus

57 - Kloster des Heiligen Leo der Große

58 - Kirche des Heiligen Kreuzes

59 - Kirche der Allerheiligsten Maria der Unbefleckten Empfängnis

60 - Kirche der Jungfrau Maria der Schmerzen

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