Im Herzen des mittelalterlichen Zentrums von Bitonto steht das Kloster der Heiligen Maria der Jungfrauen, eine ruhige und beständige Präsenz. Der Bau begann kurz nach der Weihe der benachbarten Kirche im Jahr 1505 und zog sich über die folgenden zwei Jahrzehnten hin. Auf den Ruinen einer Kirche aus dem 14. Jahrhundert erbaut, dehnte sich das Kloster allmählich aus, sodass es die Kirche auf drei Seiten umfasste.
Das monastische Gebäude erstreckt sich über vier Ebenen, um vier Innenhöfe und einen zentralen Garten. Im Laufe der Jahrhunderte erfuhr das Gebäude mehrere größere Renovierungen; besonders hervorzuheben ist die Renovierung 1850, als der in Bitonto geborene Architekt Luigi Castellucci beauftragt wurde, die Struktur nach einer Reihe von Erdbeben und baulichen Einstürzen wiederherzustellen.
Die äußere Fassade besticht durch ihre rustizierte Steinbearbeitung, die in horizontalen Bändern mit abgerundeten Bossen angeordnet ist. Drei große Fenster im oberen Teil sind unterbrochen und von einem kleinen Glockenhelm gekrönt. Im Inneren der Kirche gibt es ein einziges Schiff, das von einem Fassgewölbe bedeckt ist, das von Querbögen gestützt wird und in einer halbkreisförmigen Apsis endet.
Im Zentrum der Apsis befindet sich ein großes gewölbtes Gemälde, das über einem fein skulptierten Marmoralter positioniert ist. Der Kirchenboden, vermutlich ebenfalls von der gleichen Hand gefertigt, zeigt ein aufwendiges Einlegewerk aus polychromen Marmoren – kaltes Graublau, warmes Orange und tiefes Rot, die sich gegen den hellen Stein abheben und der Komposition Tiefe und Reichtum verleihen.
Heute bleibt das Kloster Heimat einer kleinen Gemeinschaft von Nonnen, die weiterhin die heiligen und gemeinschaftlichen Räume mit stiller Hingabe und unerschütterlicher Anmut pflegen.
Dieses Jahr markiert das fünfhundertste Jubiläum der Gründung des Klosters – ein Moment der Reflexion und Feier, der fünf Jahrhunderte spiritueller Kontinuität und stiller Präsenz im Herzen der Stadt ehrt.
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