Die Kirche der Verkündigung, die der Seligen Jungfrau Maria und der Bruderschaft gleichen Namens gewidmet ist, wurde 1741 nach einem Entwurf des Architekten Vito Valentino neu erbaut. Der Neubau war notwendig geworden aufgrund schwerwiegender struktureller Schäden, die bereits 1731 die Stabilität der vorgängigen Kirche, die sich am gleichen Standort befand, bedrohten. Ende des 17. Jahrhunderts war das Gebäude in einem schlechten Zustand, sodass eine Renovierung unvermeidlich war.
Die städtische Neugestaltung Ende des 19. Jahrhunderts führte zum Abbruch eines Teils der mittelalterlichen Stadtmauern und des halbkreisförmigen Turms des Heiligen Augustinus, wodurch die Kirche die beeindruckende Perspektive erhielt, die sie bis heute hat.
Die Fassade ist schlank und wird von einer breiten Treppe begleitet. Das trapezförmige Portal wird mit einem Basrelief gekrönt, das die Verkündigung darstellt, und darüber befindet sich ein großes Fenster, das den Innenraum beleuchtet. Die Seitenfassaden wiederholen dasselbe rustikale Werksteinmuster und haben ovale Fenster, die Licht in die inneren Bereiche lassen. Rechts erhebt sich ein Glockengiebel, während links der ehemalige Seiteneingang – der jetzt verschlossen ist – noch sichtbar ist.
Das Innere besteht aus einem rechteckigen Schiff, das von Kuppeln auf Pendetten bedeckt ist. Die Presbyteriumwand beherbergt einen Altar aus dem 19. Jahrhundert, der aus falschem Marmorstein gefertigt ist und mit zusammengesetzten Kapitellen verziert ist, die einen zerbrochenen Giebel stützen. Auf der linken Seite steht der Altar der Verkündigung, heute dem Heiligsten Herzen Jesu gewidmet. Eine Holzskulpturengruppe aus dem 17. Jahrhundert, ein raffiniertes Beispiel barocker Holzschnitzkunst, krönt ihre Mensa aus dem 19. Jahrhundert. Das Ensemble zeigt gedrehte Säulen und ein Gebälk, das mit einem segnenden Ewigen Vater gekrönt wird. Das Tabernakel war ursprünglich für eine Papiermaché-Statue des Heiligsten Herzens Jesu gedacht, die Giuseppe Manzo, ein gefeierter Bildhauer aus Lecce, zugeschrieben wird und in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts aktiv war. Der Statue flankieren zwei weitere Papiermaché-Werke: Heilige Rita und Heiliger Antonius von Padua.
Vor dem Holzaltar steht der Altar der Unsere Liebe Frau der Schmerzen, der zwischen dem späten 18. und frühen 19. Jahrhundert gefertigt wurde. Seine Struktur vereint spätbarocke mit neoklassizistischen Einflüssen und offenbart den stilistischen Übergang zwischen den beiden Epochen. In der zentralen Nische befindet sich eine Papiermaché-Skulptur aus dem 19.–20. Jahrhundert.
Die bemalte Dekoration der zentralen Kuppel zeigt die Krönung der Jungfrau. In der Mitte segnen die Dreifaltigkeit – Christus, Gott der Vater und der Heilige Geist – die Jungfrau, deren Engel sie krönen. Zwei Prozessionen vervollständigen die Szene: links die Apostel, geführt vom Heiligen Paulus, gefolgt vom Erzengel Michael und einem Chor von Engelsängern; rechts die Heiligen Frauen, geführt von Maria Magdalena, gefolgt vom Erzengel des Heiligen Glaubens und einer Gruppe von Engelmusikern. Die Pendetten zeigen die vier Evangelisten – Markus, Lukas, Matthäus und Johannes.
Das Presbyteriumgewölbe ist mit Kassetten und Grotesken verziert und weist ein illusionistisches Auge auf, aus dem der Heilige Geist in Form einer Taube strahlt. Diese Dekoration, mit ihren klaren und geordneten Linien, spiegelt den neoklassizistischen Geschmack wider und dürfte aus dem späten 18. und frühen 19. Jahrhundert stammen. Die Pendetten zeigen vier symbolische Blumen der christlichen Hingabe: die Lilie, die Rose, die Zitrone und die Wildblume.
Auf der Gegenfassade, über dem Eingang, befindet sich eine Holzempore, die zu Beginn des 18. Jahrhunderts von lokalen Handwerkern geschnitzt wurde. Ihr dekorativer Stil entspricht dem des Pults in der Nähe des Presbyteriums, das ebenfalls aus dem 17. Jahrhundert stammt und mit vergoldeten Akzenten und Schattierungsdetails verziert ist. Auf der Rückseite des Pults wurde im gleichen Zeitraum eine Darstellung der Heiligen Familie gemalt.
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