Im Gegensatz zu Bitonto und Palombaio, die der Unbefleckten Jungfrau geweiht sind, ehrt das Dorf Mariotto die Jungfrau Maria der Schmerzen. Die Kirche wurde am 4. Februar 1905 in einer feierlichen liturgischen Zeremonie geweiht, mit herzlicher Teilnahme der gesamten Gemeinde.
Der erste Gottesdienstraum in der Gegend war eine mittelalterliche Kapelle, die dem Heiligen Petrus geweiht war. Da die Bevölkerung im 19. Jahrhundert rasch wuchs, wurde deutlich, dass eine größere Kirche erforderlich war.
Nachdem die Pläne 1897 abgeschlossen waren, legte der Bischof den ersten Stein und stimmte zu, den Bau zu finanzieren, um den Wunsch der Gemeinde zu ehren, die Kirche der Jungfrau Maria der Schmerzen zu widmen, die bereits als Schutzpatronin von Mariotto verehrt wurde.
Die Dorfbewohner trugen mit großem persönlichen Opfer bei, und Spenden aus vielen Quellen ermöglichten es, mit dem Bau fortzufahren. Die Kirche blieb jedoch unvollständig, da sie weder einen Bodenbelag noch Putzarbeiten oder Fenster hatte. 1902 trat die Gemeinde von Bitonto ein, um die Fertigstellung zu finanzieren. Am 16. November desselben Jahres wurde die fast fertige Kirche offiziell geweiht, und die Fertigstellung der Arbeiten wurde 1904 abgeschlossen.
Architektonisch lässt sich die Kirche vom romanischen Design inspirieren, das sich durch Einfachheit und klare Linien auszeichnet. Die Fassade wird von einem zentralen Portal dominiert, das mit einer skulptierten Lunette gekrönt ist, die die Jungfrau Maria der Schmerzen zeigt, flankiert von zwei anbetenden Engeln. Über dem Portal, im zentralen Dreifachfenster, war einst eine Uhr, die die kleinen Glocken schlug und den Rhythmus des täglichen Lebens markierte.
Die Kirche verfügt über ein einziges Schiff, das durch drei Bögen unterteilt ist und mit Kreuzgewölben bedeckt ist. Über dem Eingang steht eine Holzempore, die die Orgel beherbergt und früher den Chor aufnahm. In der Nähe der Seiteneingänge begrüßen zwei elegante Weihwasserbecken die Gläubigen.
Im Presbyterium steht der marmorene Hochaltar im Mittelpunkt. Darüber, in einer Nische, die von einem Chor von Engeln eingerahmt ist, steht die Statue der Jungfrau Maria der Schmerzen—ein bewegendes Bild der Hingabe, das auch heute noch das geistliche Herz der Gemeinde repräsentiert.
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