Der Albuquerque Palast erhebt sich entlang einer der Hauptstraßen des mittelalterlichen Bitonto, die später im 17. Jahrhundert erweitert wurde. Diese städtische Intervention führte zu einer kontinuierlichen Reihe von Adelshäusern, die ein dichtes Wohnnetz für Bauern und Tagelöhner schufen – ein Beweis für das allmähliche Bevölkerungswachstum und die architektonische Schichtung der Stadt.
Die Albuquerque-Familie, portugiesischer Herkunft, stammte aus dem Zweig des Don Lorenzo Albuquerque, eines berühmten Navigators und Entdeckers ferner Länder. Sie kamen nach Bitonto im Gefolge von Gonzalo de Córdoba, dem spanischen General, der die Stadt im 16. Jahrhundert als Lehen innehatte. Diese adlige Linie hinterließ einen bleibenden architektonischen Eindruck auf der städtischen Landschaft von Bitonto.
Ein herausragendes Merkmal des Palastes ist seine hohe Umfassungsmauer, die in ein elegantes 18. Jahrhundert-Portal mündet. Darüber verläuft eine Reihe von fünf abgeflachten Bögen, die von Pilastern gestützt werden und sich über die Hauptfassade erstrecken. Das nun verwitterte Familienwappen krönt den Eingang – immer noch erkennbar durch die Darstellung einer Muschel, einem Symbol der Pilgerschaft, das mit dem Camino de Santiago de Compostela in Verbindung steht. Das gesamte Ensemble wird von meißelnden Engeln getragen, während die Galerie darüber, die im 18. Jahrhundert teilweise umgestaltet wurde, viele der ursprünglichen Merkmale bewahrt hat.
Im Zentrum des Eingangsbogens steht eine dramatische Darstellung eines Engels mit ausgebreiteten Flügeln. Der Architrav ist mit fruchttragenden Girlanden und einem stilisierten menschlichen Gesicht verziert. In der Nähe befindet sich ein monumentales 17. Jahrhundert-Portal, das von zwei Säulen flankiert wird, die ein reich geschnitztes Lintel mit Triglyphen und Metopen stützen. Darüber befindet sich eine weitere dekorative Galerie. Diese war einst mit grotesken Steinbüsten von Hannibal, Pompeius und Scipio verziert – die heute durch einfache Steinkugeln ersetzt wurden. Die ursprünglichen Skulpturen, die aus dem 17. Jahrhundert stammen und im Rogadeo Library Museum erhalten sind, haben leider ihre Köpfe verloren. Diese einst skurrilen Figuren gaben dem Palast seinen lokalen Spitznamen: „Der Palast der Puppen“.
Das Gebäude selbst ist das Ergebnis mehrerer Bauphasen, einschließlich eines Renaissance-Herrenhauses, das in den Komplex integriert wurde.
Der innere Innenhof oder Patio ist ein faszinierendes Mosaik aus architektonischen Epochen: wiederverwendete mittelalterliche Rundbögen, ein 17. Jahrhundert-Balkon mit verzierten Balustraden und Familienwappen sowie eine 18. Jahrhundert-Französische Tür.
Eine theatrale doppelstöckige Treppe auf der rechten Seite führt zu einem oberen Belvedere aus dem 18. Jahrhundert.
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